Paris, die Stadt der Liebe, bietet eine Vielfalt an Erlebnissen für jeden Geschmack. Ob Kultur, exzellentes Essen, charmante Cafés, Patisserien mit feinsten Macarons oder Kunst, die französische Hauptstadt hält unzählige Möglichkeiten bereit. Wer abseits der bekannten Pfade reisen und authentische Eindrücke sammeln möchte, findet in Paris zahlreiche Geheimtipps. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Facetten der Metropole: von den großen Sehenswürdigkeiten über versteckte Orte und grüne Oasen bis hin zu kulinarischen Entdeckungen.
Sehenswürdigkeiten in Paris

Kein Paris-Besuch ohne den Louvre, das größte Kunstmuseum der Welt. Hinter der gläsernen Pyramide im Innenhof warten Werke von der Antike bis ins 19. Jahrhundert, allen voran die Mona Lisa. Genau deshalb sind die Wartezeiten lang: Wer spontan vor Ort ansteht, verliert schnell eine Stunde oder mehr. Tickets sollten daher unbedingt vorab online mit festem Zeitfenster gebucht werden, auch wer kostenlos eintritt, braucht ein reserviertes Zeitfenster.
Apropos kostenlos: Bürgerinnen und Bürger des Europäischen Wirtschaftsraums (EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen) im Alter von 18 bis 25 Jahren kommen mit gültigem Lichtbildausweis gratis hinein, unter 18 Jahren ist der Eintritt ohnehin für alle frei. Darüber hinaus öffnet der Louvre an jedem ersten Freitag im Monat abends kostenlos für alle Besucher. Diese Abende sind allerdings sehr gefragt, die kostenlosen Zeitfenster sind oft schon Wochen im Voraus vergeben.
Abseits der großen Touristenmagnete gibt es in Paris zudem Orte, die einen besonderen Charme besitzen und tiefer in das Stadtleben eintauchen lassen. Der Tunnel der Tuileries ist eine ehemalige Straßenunterführung, die sich in eine Galerie für urbane Kunst verwandelt hat und eine ständige Ausstellung von Street Art zeigt.
Ein architektonisches Kuriosum ist das Loo House, auch bekannt als Chinesische Pagode. Das asiatisch anmutende Gebäude im 8. Arrondissement, Rue de Courcelles 48, wurde 1925 in eine Pagode umgebaut und sticht in der Pariser Stadtlandschaft deutlich hervor.
Das älteste Haus von Paris steht im Marais-Viertel: das Haus von Nicolas Flamel aus dem Jahr 1407. Ein Spaziergang durch diese historischen Gassen führt direkt daran vorbei.
Der Marché des Enfants Rouges ist der älteste überdachte Markt der Stadt und heute ein lebendiges Zentrum für Street Food und Gourmetküche. Ebenfalls reizvoll sind die verbliebenen Einkaufspassagen: Von einst etwa 150 Passagen sind noch rund 20 erhalten, darunter die Galerie Vivienne, Passage Jouffroy, Passage Choiseul und Passage des Panoramas. Diese überdachten Gänge laden mit ihren Boutiquen und Cafés zum Flanieren ein.
Die Rue Dénoyez ist eine 150 Meter lange Straße, die als Leinwand für Street Art dient und sich ständig verändert. Immer neue Kunstwerke entstehen hier, was sie zu einem dynamischen Ort für Liebhaber urbaner Kunst macht.
Grüne Oasen: Parks und Gärten in Paris

Paris bietet zahlreiche Parks und Gärten, die Erholung vom städtischen Trubel ermöglichen. Der Jardin des Plantes, im Titelbild als grüne Oase zu sehen, ist eine der bekanntesten Gartenanlagen der Stadt. Ein besonders versteckter Teil davon ist der Alpengarten, zugänglich durch einen unterirdischen Gang, mit Steingärten und Bergpflanzen.
Die Coulée Verte René-Dumont, auch Promenade Plantée genannt, ist ein erhöhter, begrünter Spazierweg von der Bastille bis zum Bois de Vincennes und bietet eine ungewöhnliche Perspektive auf die Stadt.
Unweit des Jardin du Luxembourg befindet sich der Botanische Garten der Fakultät für Pharmazie, der von Frühling bis Herbst geöffnet ist. Die Gärten der Nationalarchive im Marais umfassen 8000 m² und laden zu ruhigen Spaziergängen ein. Die Île aux Cygnes ist eine kleine Insel in der Seine mit einer schattigen Allee und einer Nachbildung der Freiheitsstatue.
Der Jardin Atlantique ist ein über 3 Hektar großer Dachgarten auf dem Gare Montparnasse. Der Square René-Viviani besticht durch historische Überreste, den Blick auf Notre-Dame und den ältesten Baum von Paris. Der Bois de Vincennes im Osten der Stadt eignet sich ideal zum Flanieren, Picknicken und Sport treiben.
Tipp
Wer mehrere Parks und Gärten in einem Besuch verbinden möchte, dem empfiehlt sich eine Route entlang der Seine: vom Square René-Viviani über den Jardin des Plantes bis zur Île aux Cygnes lässt sich ein großer Teil auf dem Fußweg erkunden.Kulinarische Entdeckungen in Paris

Paris ist ein Paradies für Feinschmecker. Neben klassischen Brasserien und Sternerestaurants gibt es auch abseits des Mainstreams lohnenswerte Adressen.
Ein besonderer Insider-Tipp ist das Saint Laurent Café, das sich in der Rue du 29 Juillet 8, 75001 Paris, befindet. Hier gibt es nicht nur Kaffee, sondern auch ein Ambiente, das die Eleganz der Modewelt widerspiegelt. Das Café ist Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Bezahlt werden kann mit Bargeld, EC-Karte, Kreditkarte und NFC. Eine Terrasse steht ebenfalls zur Verfügung.

Wer sich ein bisschen Luxus gönnen möchte, holt seinen Kaffee im markanten schwarzen Saint Laurent Becher zum Mitnehmen. Die Preise liegen etwas über dem, was man sonst im Viertel zahlt, leistbarer Luxus also, und der Kaffee selbst überzeugt durchaus. Mit dem Becher in der Hand auf einer der Bänke am Brunnen im Jardin des Tuileries zu sitzen, zeigt Paris von einer besonders entspannten Seite.
Im Café de l’Usine, 5 Passage Piver, 75011 Paris, wird eine kurze, wöchentlich wechselnde Speisekarte angeboten, mit Fokus auf pflanzlichen Köstlichkeiten und saisonaler, klarer Küche. Das Mittagsmenü kostet 25 € für Vorspeise und Hauptgericht oder Hauptgericht und Dessert, eine vegetarische Variante ist ebenfalls erhältlich.
Bouillon Pigalle serviert französische Klassiker der Bistroküche zu kleinen Preisen und ist täglich von 12 Uhr mittags bis Mitternacht geöffnet. Das Moncœur Belleville ist ein Café-Restaurant mit hausgemachter Küche und einer der schönsten Terrassen in Paris, mit Aussicht auf die Dächer der Stadt vom Belvédère des Belleville-Parks. Kinugawa Rive Gauche bietet raffinierte französisch-japanische Küche, Bouillon Julien überzeugt als Jugendstiljuwel mit erschwinglichem kulinarischen Erlebnis.
EmpfehlungParis ReiseführerAnsehenAnzeigePraktische Informationen
Für einen ersten Besuch werden mindestens vier bis fünf Tage empfohlen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entspannt zu erkunden. Wer günstig reisen möchte, wählt die Monate Mitte November bis Mitte Dezember, da Hotelpreise in dieser Zeit tendenziell niedriger und Wartezeiten kürzer sind. Für angenehmes Wetter und weniger Touristen eignen sich April, Mai, September und Anfang Oktober.
Tipp
Tickets für den Louvre und andere stark besuchte Museen sollten vorab online gebucht werden, um lange Wartezeiten zu vermeiden.Wer eine zentrale Unterkunft sucht, findet mit dem Hotel Paris France eine gute Wahl: ruhige, nette Lage mit prima Anbindung an die Métro, von der man bequem zu Fuß bis zur Kathedrale Notre-Dame spazieren kann, und das alles zu einem fairen, nicht übertrieben teuren Preis.
EmpfehlungHotel Paris France auf Booking.com ansehenAnsehenAnzeigeAnreise und Lage

Von Deutschland aus lässt sich Paris bequem mit dem TGV erreichen, direkt von Bahnhof zu Bahnhof bis zum Pariser Gare de l’Est, ohne Umsteigen und ohne Flughafenstress. Von Stuttgart sind es nur rund 3 Stunden 10 Minuten, von Frankfurt knapp 4 Stunden und von München etwa 5 Stunden 20 Minuten. Gerade auf der schnellen Strecke ab Straßburg fährt der Zug mit bis zu 320 km/h und macht die Anreise so zu einem komfortablen Teil der Reise.
Die Kosten für die Anreise nach Paris variieren je nach gewähltem Verkehrsmittel und Abfahrtsort. Einen umfassenden Überblick über alle Optionen bietet der Leitfaden zu den Verkehrsmitteln nach Paris des offiziellen Pariser Tourismusbüros.
